Herzlich willkommen auf der Homepage der Stadt Wittenburg und des Amtes Wittenburg!

Dr. Margret Seemann - Pressefoto
Dr. Margret Seemann ©

Als Bürgermeisterin der Stadt und Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Wittenburg begrüße ich Sie ganz herzlich auf unserer Homepage. Ich freue mich sehr über Ihr Interesse an der geschäftsführenden Stadt Wittenburg mit ihren sieben Ortsteilen und dem Amt Wittenburg, zu dem auch die Gemeinde Wittendörp mit 14 Ortsteilen gehört. Das Amt Wittenburg ist Teil der Metropolregion Hamburg und gleichzeitig das „Tor“ zum Biospärenreservat „Schaalsee“.

In der einstigen Ackerbürgerstadt Wittenburg entlang der Autobahn 24 und in der Gemeinde Wittendörp haben sich viele weltweit erfolgreiche Unternehmen, u. a. aus der Ernährungswirtschaft, wie Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbHSternMaid GmbH & Co. KG oder riha WeserGold Getränke GmbH & Co. KG angesiedelt. In unserem Amt sind also Arbeit und Erholung in herrlicher Natur vor der „Haustür“ vereint. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, zu denen neben einem Gewerbegebiet u. a. mehrere Kindertagesstätten in kommunaler und privater Trägerschaft, eine Grundschule, ein Gymnasiales Schulzentrum, eine Sport- und Mehrzweckhalle, diverse Sport- und Freizeitanlagen, ein Jugend- und Kommunikationszentrum, ein Naturbadeteich, mehrere Arztpraxen und zwei Apotheken gehören, ist ebenso selbstverständlich wie ein funktionierendes Vereinsleben im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich. Darüber hinaus gehört die Stadt Wittenburg mit dem Alpincenter Hamburg-Wittenburg zu den „schnee- und wintersportsichersten Orten Deutschlands“.

Das Schmuckstück der Stadt ist das 1852 erbaute Rathaus mit einem für eine mecklenburgische Kleinstadt ungewöhnlichem Baustil. Der berühmte Schweriner Schlossbauherr G. A. Demmler plante und baute unser Rathaus. Das historische Gebäude ist wegen den einladenden Räumlichkeiten und der schönen Freitreppe bei Brautpaaren sehr beliebt. Gleich nebenan zeigt sich dem Besucher die majestätische St. Bartholomäus - Kirche, die um 1250 erbaut wurde und zu den ältesten Sakralbauten in Mecklenburg - Vorpommern zählt. Zahlreiche liebevoll hergerichtete Stadthäuser prägen das Bild in den sanierten Gassen unserer Altstadt. Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten harmonieren auf besondere Art und Weise. Der restaurierte „Amtsberg- oder Burgtorturm“, das Amtsgerichtsgebäude von 1848 mit Resten der ehemaligen Befestigung im Amtsbergpark sind ebenso sehenswert wie der noch erhaltene „Hungerturm“, der „Storchenturm“ und Reste der Stadtmauer. Lassen Sie sich auch begeistern von unserer im Jahre 1869 errichteten gerade aufwendig restaurierten Erdholländerwindmühle. Einzigartig auf der Welt ist das „MehlWelten Museum“ im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude. Liebevoll, informativ, kreativ und inspirierend erzählen in der „Sackothek“ mehr als 2.900 Säcke aus 130 Ländern „ihre“ Geschichte und geben Auskunft über die Bedeutung des Mehls und der Mehlsäcke für die menschliche Kultur.

Ich würde mir wünschen, dass Ihre „digitale“ Fahrt auf unserer Homepage bei Ihnen die Lust und das Interesse weckt, persönlich eine Entdeckungsreise in die Stadt Wittenburg und durch das gesamte Amt zu unternehmen! Erleben Sie hautnah eine sich wirtschaftlich und kulturell entwickelnde Kleinstadt mit historischem Flair und die Vielfalt der Stadt und des Amtes in naturgeprägter Umgebung.

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Ihre Dr. Margret Seemann Bürgermeisterin Stadt Wittenburg

Leitende Verwaltungsbeamtin Amt Wittenburg

Besondere Geschenke für den Alltag

Vitrine
© Stadt Wittenburg

Regenschirm, Tasse, Brotdose, Parkscheibe ....

Alltagsgegenstände mit Motiven aus Wittenburg. Diese Dinge können Sie in der Stadtverwaltung, im KIEBITZ und in der Stadtbibliothek käuflich erwerben (Pressebeitrag).

Interaktives Informationssystem & Stadtplan

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In Zusammenarbeit mit dem Städte-Verlag haben wir unsere Homepage um das interaktive Informationssystem mit hochauflösender Kartografie erweitert. Betriebe, Einrichtungen und Institutionen erhalten die Möglichkeit, sich für bestehende und neue Kunden auch überregional zu präsentieren. Der Besucher erhält nun schnell aktuelle Informationen.

Interaktives Informationssystem mit Ortsplan

Bender-Button

Wünschen Sie einen Eintrag, dann können Sie sich gerne an FRANK BARTELS, Mobil ++49 (0)171 / 8302400, Mail: bartels@bender-verlag.com wenden.

Bürgermeisterin - Sprechzeiten & Kontakt
Verwaltungshaus Molkereistraße 4

Dr. Margret Seemann

Dienstags von 15:30 - 18:00 Uhr, Stadtverwaltung 19243 Wittenburg, Molkereistraße 4. Bitte Termin unter 038852 33-100 vereinbaren.

Bitte nehmen Sie auch die in regelmäßigen Abständen stattfindenden Bürgersprechstunden der Bürgermeisterin an Ihrem Wohnort war. Die Termine werden unter „AKTUELLES“ auf dieser Internetseite bekannt gegeben.

Bürgervorsteher - Sprechzeiten & Kontakt
Rathaus9

Marcel Schulz

Jeden 1. Dienstag im Monat von 17:00 - 18:00 Uhr im Rathaus, Zimmer 205 (2. OG), Am Markt 1, 19243 Wittenburg, Die Sprechstunde findet ausschließlich mit Terminvergabe statt.

Kontakt: Tel.: 038852 33-100

Mail: marcel.schulz@stadt-wittenburg.de

Imagefilm Stadt Wittenburg
Nachtwanderung

Der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. hat mit professioneller Begleitung durch die TV-Film-Nord GmbH eine Imagekampagne für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee gestartet. Im Ergebnis dessen ist dieser schöne Film über Wittenburg entstanden. Viel Spaß beim Anschauen.

Partnerstadt Löningen
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Seit Juni 1990 besteht die Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Löningen (Niedersachsen) und der Stadt Wittenburg. Hier gelangen Sie auf die Homepage von Löningen.

"Stolpersteine"
Stolpersteine

Chronologie:

08.03.2014 - Legen der Gedenksteine für Martha und Max Lazarus

31.03.2015 - Legen der Gedenksteine für Anna und Philip Stiel

Stolpersteine in Wittenburg

 

Sagen- und Märchenstraße MV

Die Stadt Wittenburg ist seit 2008 Mitglied im Verein SAGEN & MÄRCHEN STRASSE Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Aktuelles aus der Stadt Wittenburg und Ortsteile

Frühjahrsputz in Wittenburg und Ortsteile

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Wittenburg und ihrer Ortsteile, unterstützen SIE bitte die Sauberkeit in unserer GEMEINSAMEN Stadt und ihren Ortsteilen mit IHRER Teilnahme am Frühjahrsputz!

Stadt Wittenburg: Samstag, 21. März 2020, 09:00 Uhr, Treffpunkt an der Feuerwache Lindenstraße

Von dort erfolgen die Einteilungen zu den Pflegeobjekten und/oder die Streckenbenennung der zu reinigenden Wege und Straßen. Bereits geplante oder beabsichtigte Frühjahrsputzaktionen an bestimmten Objekten bitte melden unter: Stadt Wittenburg, Amt für Bürgerdienste und Bauen, Frau Klischewski, Tel.: 038852/33-118 oder klischewski@stadt-wittenburg.de 

Als Dankeschön erhält jeder Helfer gegen 11:30 Uhr ein Mittagessen. Die Mittagsverpflegung wird auf dem Gelände des städtischen Bauhofs (Steintor 54) erfolgen. Müllsäcke und Handschuhe werden gestellt.

Machen Sie mit! Setzen Sie ein Zeichen für unsere GEMEINSAME Stadt! Wir freuen uns auf IHRE Unterstützung und hoffen wieder auf rege Beteiligung. Natürlich freuen wir uns auch, dass in unseren Ortsteilen Frühjahrsputzaktionen durchgeführt werden, wie z. B. im Ortsteil Lehsen (am 04.04.2020 um 9:00 Uhr, Treffpunkt: an der Feuerwehr) oder im Ortsteil Ziggelmark (am 21.03.2020 um 14:00 Uhr, Treffpunkt: am Teich)

Dr. Margret Seemann/Bürgermeisterin                                Marcel Schulz/Bürgervorsteher

Erhöhung des Nutzungsentgeltes für Gebäudegrundflächen unter Garagen

Die Stadtvertretung der Stadt Wittenburg hat in ihrer Sitzung am 27.11.2019 das jährliche Nutzungsentgelt für Gebäudegrundflächen unter Garagen festgelegt. Ab dem Nutzungsjahr 2020 werden 60,00 € je Garage veranschlagt.

  1. Tina Hölker - Rotkehlchen
    Rotkehlchen

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  2. Tina Hölker - Winterwunderland
    Winterwunderland

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  3. Tina Hölker - Kastanien im Herbstlaub
    Kastanien im Herbstlaub

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  4. Nadine Oldenburg - Kornblume
    Kornblume

    Foto Nadine Oldenburg, Wittenburg

  5. Tina Hölker - Magnolie
    Magnolie

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  6. Tina Hölker - Blüte im Sonnenuntergang
    Blüte im Sonnenuntergang

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  7. Tina Hölker - Marienkäfer
    Fotowettbewerb Wittenburger Stadtkalender 2017

     

    Marienkäfer

     

    Foto von Tina Hölker aus Wittenburg

  8. Tina Hölker - Igel im Schnee
    Igel im Schnee

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  9. Tina Hölker - Farbenfroher Herbst
    Farbenfroher Herbst

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  10. Tina Hölker - Sonnenblatt
    Sonnenblatt

    Foto Tina Hölker aus Wittenburg

  11. Tina Hölker - Rathaus Orchidee
    Rathaus - Orchidee

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  12. Tina Hölker - Sonnenaufgang
    Sonnenaufgang

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  13. Tina Hölker - Magnolie am Morgen
    Magnolie am Morgen

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  14. Tina Hölker - Krähe auf Baum
    Krähe auf dem Baum

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  15. Tina Hölker - Krokusse
    Krokusse

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  16. Tina Hölker - Kleiner Feuerfalter
    Kleiner Feuerfalter

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  17. Tina Hölker - Glühender Baum
    Glühender Baum

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  18. Tina Hölker - Die kleinen Dingen im Leben
    Die kleinen Dinge im Leben

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  19. Tina Hölker - Glitzerwasser
    Glitzerwasser

     Foto Tina Hölker, Wittenburg

  20. Tina Hölker - Cosmea
    Cosmea

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  21. Tina Hölker - Baum am Mühlenteich
    Baum am Mühlenteich

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  22. Nadine Oldenburg - Kornblumenfeld
    Kornblumenfeld

    Foto Nadine Oldenburg, Wittenburg

  23. Anna Gielow- Wilde Orchidee
    Wilde Orchidee

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  24. Anna Gielow - Waldameise
    Waldameise

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  25. Anna Gielow - Sonnengelb
    Sonnengelb

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  26. Anna Gielow - Pusteblume
    Pusteblume

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  27. Anna Gielow - Knallerbsenstrauch)
    Knallerbsenstrauch

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  28. Anna Gielow - Kirschblüte
    Kirschblüte

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  29. Anna Gielow - Hummel
    Hummel

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  30. Anna Gielow - Herbst
    Herbstblatt

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  31. Anna Gielow - Flieder
    Flieder

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  32. Anna Gielow - Erntereif
    Erntereif

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  33. Anna Gielow - Efeu
    Efeu

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  34. Anna GIelow -  Lilie
    Lilie

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  35. Sven Sören Lange
    Blick über die Wiesen auf Wittenburg

    Foto Sven Lange, Wittenburg

  36. Schwanenteich Jörn
    Schwanenteich

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  37. Jörn Fox
    Blick von ganz oben auf Wittenburg

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  38. Jörn Fox (4)
    Wölzow

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  39. Jörn Fox (3)
    Im Zentrum von Wittenburg

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  40. Jörn Fox (2)
    Amtsberg

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  41. 2016-01-25 . Schliemann, Axel
    Winterlandschaft

    Foto Axel Schliemann, Wölzow

  42. Tina Hölker - Herbstlaub
    Herbstlaub

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  43. Tina Hölker - Auf den Kopf gestellt
    Auf den Kopf gestellt

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

  44. Schwanenteich Jörn Fox
    Schwanenteich

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  45. Winterlandschaft - Nadine Oldenburg
    Winterlandschaft

    Foto Nadine Oldenburg, Wittenburg

  46. Mühle
    Mühlenflügel

    Foto Karin Owszak, Zarrentin am Schaalsee

  47. Evangelische Kirche Körchow - Karin Owszak
    Evangelische Kirche in Körchow

    Foto Karin Owszak, Zarrentin am Schaasee

  48. Axel Schliemann - alpincenter Wittenburg
    Alpincenter Wittenburg

    Foto Axel Schliemann, Wölzow

  49. Anna Gielow . Pavillion im Schäferbruch
    Pavillion im Schäferbruch

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  50. Anna Gielow - Motelbrücke
    Motelbrücke

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  51. Anna Gielow - Goldener Herbst auf dem Wall
    Goldener Herbst auf dem Wall

    Foto Anna Gielow, Wittenburg

  52. Stadt Wittenburg - Mühlengelände Wittenburg
    Mühlengelände Wittenburg

    Foto Stadt Wittenburg

  53. Axel Schliemann - Wölzow
    Ruhe

    Foto Axel Schliemann, Wölzow

  54. Karin Owszak, Ernte
    Erntezeit

    Foto Karin Owszak, Zarrentin am Schaalsee

  55. Grabkapelle der Familie Laffert in Lehsen - Karin Owszak
    Garbkapelle der Fam. von Laffert in Lehsen

    Foto Karin Owszak, Zarrentin am Schaalsee

  56. Am Feldrand - Karin Owszak (2)
    Am Feldrand

    Foto Karin Owszak, Zarrentin am Schaalsee

  57. Jörn Fox - Wiesen am Amtsberg
    Wiesen am Amtsberg

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  58. Jörn Fox (1)
    Mühlengelände

    Foto Jörn Fox, Wölzow

  59. Blick auf Wölzow - Axel Schliemann
    Winterlandschaft - Blick auf Wölzow

    Foto Axel Schliemann, Wölzow

  60. Hallenhaus auf dem Mühlengelände
    Hallenhaus auf dem Mühlengelände

    Foto Stadt Wittenburg

  61. Tina Hölker - Mystischer Schäferbruch
    Mystischer Schäferbruch

    Foto Tina Hölker, Wittenburg

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800 Jahre Stadtgeschichte - Jubiläum nähert sich!

Achtung Jubiläum nähert sich!

Auch wenn bis dahin scheinbar noch viel Zeit bleibt, für 2026 kündigt sich in Wittenburg ein großes Ereignis an – dann kann Wittenburg seine 800-Jahrfeier begehen. Und ein solches großes Jubiläum braucht eine gute und gründliche Vorbereitung. Grund genug für eine neue kleine Serie im Stadt- und Landboten. Bis dahin sollen jeden Monat eine Wittenburger Jahreszahl und damit verbundene Ereignisse vorgestellt werden – als Anregung sich ein wenig mit der älteren und jüngeren Stadtgeschichte zwischen 1226 und 2026 zu beschäftigen und auch auf diese Weise seine Heimatstadt besser kennenzulernen.

Beginnen wir mit einem langen Blick in die Geschichte: Auch wenn die Stadtgründung von Wittenburg nicht eindeutig durch Dokumente zu belegen ist, so wird allgemein 1226 als Gründungsjahr angenommen. Denn in diesem Jahr verlieh Kaiser Friedrich II. der Stadt Lübeck die Reichsfreiheit und sicherte ihr den ungehinderten Handelsverkehr mit Hamburg, Schwerin, Ratzeburg und eben auch Wittenburg zu. Und daher steht dieses Jahr auch für die Stadtgründung Wittenburgs, möglicherweise erfolgte diese aber auch schon früher. Bereits im Jahre 1194 war Wittenburg im Isfriedschen Teilungsvertrag als „provincie“ der Grafschaft Ratzeburg erwähnt worden. Darin hatten sich Isfried, Bischof von Ratzeburg, und das Ratzeburger Domkapitel über die Aufteilung der Ratzeburger Stiftsgüter geeinigt.

So oder so, gefeiert wurde das Stadtjubiläum mit Bezugnahme auf 1226 schon zu anderen Zeiten, so beispielsweise die 700-Jahrfeier am 28. und 29. August 1926 und die 750-Jahrfeier 1976 sowie die sicher noch vielen Einwohnern und Gästen in guter Erinnerung befindende 775-Jahrfeier mit dem großen Festumzug 2001.

Fachliche Beratung: Hartwig Kolthof, Amtsvorsteher und Lehrer für Geschichte und Deutsch am Gymnasialen Schulzentrum Wittenburg Auch zur 700-Jahrfeier im Sommer 1926 wurde schon kräftig gefeiert.

 Festumzug Wittenburg

Hier defiliert eine aufgeweckte Schar lustiger Frauen und Männer unter dem Motto „Auf zum Ernteball“ am Rathaus vorüber. Quelle: Stadtarchiv Wittenburg

Wittenburger Jahreszahlen - 1642

Heute geht es um das Jahr 1642 oder genauer um den 1. Februar 1642 – den vielleicht schlimmsten Tag in der Wittenburger Stadtgeschichte überhaupt. Wie die Jahreszahl zeigt, befinden wir uns in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648), während dem die Stadt unter dem Schutz von Herzogin Sophie stand, einer sehr tatkräftigen Frau stand, die vor allem durch Schutzbriefe Schaden von der Stadt abzuwenden versuchte. Und so war Wittenburg in den ersten Kriegsjahren auch nicht in kämpferische Handlungen verwickelt, jedoch zermürbten ständige Unternehmungen zur Verteidigung der Stadt und die damit verbundenen Steuern und Abgaben die Einwohner. Schlimm wütete außerdem 1629/1630 die Pest in der Stadt. Und in den folgenden Jahren griffen kriegerische Handlungen auch auf Mecklenburg über. Mehrfach mussten die Wittenburger Einquartierungen und Plünderungen erleiden. Besonders schlimm war jedoch wie gesagt der 1. Februar 1642, als Kroaten die Stadt im Sturm nahmen und furchtbar hausten. 1644 lebten nur noch etwa 100 Bürger in der Stadt.

Und ganz so friedlich wie auf diesem Bild aus dem Festbuch zur 700-Jahrfeier am 28. und 29. August 1926 dargestellt dürfte es damals vor 376 Jahren zwischen Schweden und Kroaten nicht zugegangen sein.

Fachliche Beratung: Hartwig Kolthof, Amtsvorsteher und Lehrer für Geschichte und Deutsch am Gymnasialen Schulzentrum Wittenburg

 Historisches Foto von 1642

 

Bildunterschrift: Einer der schwärzesten Tage in der Wittenburger Stadtgeschichte war der 1. Februar 1642, als die Stadt von Kroaten erobert wurde, die ihrerseits die Schweden verjagt hatten. Im Festumzug zur 700-Jahrfeier marschierten die verfeindeten Besatzer relativ friedlich hintereinander. Quelle: Stadtarchiv Wittenburg

Wittenburger Jahreszahlen - 1869

Auch wenn bis dahin scheinbar noch viel Zeit bleibt, für 2026 kündigt sich in Wittenburg ein großes Ereignis an – dann kann Wittenburg seine 800-Jahrfeier begehen. Und ein solches großes Jubiläum braucht eine gute und gründliche Vorbereitung. Grund genug für eine neue kleine Serie im Stadt- und Landboten. Bis dahin sollen jeden Monat eine Wittenburger Jahreszahl und damit verbundene Ereignisse vorgestellt werden – als Anregung sich ein wenig mit der älteren und jüngeren Stadtgeschichte zwischen 1226 und 2026 zu beschäftigen und auch auf diese Weise seine Heimatstadt besser kennenzulernen.

Dieses Mal wollen wir genau 150 Jahre zurückblicken und stoßen somit auf das Jahr 1869 und auf zwei Ereignisse, die wohl kaum etwas miteinander zu tun haben dürften, die aber dennoch bemerkenswert sind. So wurde 1869 zum einen das „Steintor“ eingangs der Großen Straße angerissen. Wer möchte, der kann sich an einem erklärenden Schild über dieses archäologische Denkmal schlau machen und sich auf die auf der Straße aufgebrachten Ausmaße des früheren Stadttores ansehen. Grund für den 1869 erfolgten Abriss war wohl …

Im selben Jahr wurde allerdings nicht nur etwas abgerissen, sondern auch etwas aufgebaut – eine Tradition wurde aufgebaut und zwar die Tradition der jährlich stattfindenden Wittenburger Pferderennen, die damals durchaus bekannt und sogar berühmt waren. Die Pferderennbahn, die bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Betrieb war, befand sich an der anfangs noch nicht gepflasterten „Rennbahnstraße“ ausgangs der Stadt Richtung Dreilützow. Und wer hätte das gedacht? Rennatmosphäre in Wittenburg: Tribünen, festlich gekleidete Menschen und galoppierende Pferde. „Von Schwerin kamen die allerhöchsten Herrschaften per Bahn nach Wittenburg. Mehrere Male besuchte der Großherzog Friedrich Franz IV. den hiesigen Rennplatz und genehmigte im Vorfeld der Renntage Zulagen für dessen Durchführung“, berichtete die damalige Stadtarchivarin Margret Hacker vor einigen Jahren der SVZ. "Die Organisation der Rennen lag in den Händen des Rennkomitees zu dem 1875 die Herren von Behr, Rentzow, Hindeberg, von der Mülbe, Boddien, von Stern, Tüschow und der Bürgermeister von Wittenburg Ludwig Zegelin gehörten. 1876 wird berichtet, dass mit den Arbeiten für eine feste Tribüne begonnen wurde. Otto von Lützow, Tessin, hatte die Tribüne auf seine Kosten erbauen lassen und dieselbe später dem Verein als Eigentum übergeben. Im gleichen Jahr gewann der spätere, bekannte General der Kavallerie, Heinrich von Rosenberg, auf seiner braunen Stute Queensland das Hürden-Rennen und das Große Wittenburger Jagd-Rennen. Sein Hengst Porto war 1878 im Wittenburger Jagd-Rennen, mit Leutnant von Sydow als Reiter, siegreich.“ Im Juli 1879 sei die Rennbahn wegen schwerer Regengüsse, in den Wochen vor dem Renntag, unpassierbar geworden. In nur 36 Stunden habe man eine völlig neue Bahn herstellen müssen. Auf einer dem Rennplatz nahe gelegenen Weide sei eine Bahn mit Hindernissen angelegt worden, die für Reiter und Pferd keine Gefahren barg. Den Platz für die Zuschauer habe man auf eine Anhöhe gelegt, von wo die gesamte Bahn überblickt werden konnte. In einem zeitgenössischen Pressebericht von 1883 hieß es übrigens zu diesem Thema: „Die Rennen selbst verliefen spannend und interessant. Alle Pferde gingen flott und gut über die Hindernisse und nur ein Reiter hatte das Pech, mit einem Wassergraben in nähere Berührung zu kommen. Allerdings ereignete sich auch ein bedauerlicher Unfall. Ein fünfjähriger Fuchswallach des Herrn von Oertzen, Briggow, brach sich auf flacher Bahn, als er das Rennen anscheinend schon sicher hatte, ein Bein und musste auf dem Platz getötet werden. Das Bauernrennen hingegen war ganz besonders scherzhaft, in dem der Sieger sich im Rennen von einem Pferd trennte, dasselbe sodann wieder gemütlich bestieg, mit aller Seelenruhe seine Bügel nahm und seine Gegner, deren Pferde ohne Führung nicht vorwärts wollten, noch leicht besiegte.“ Und vielleicht ist das Thema heutzutage noch nicht ganz vom Tisch, sondern sogar im Rahmen der Überlegungen zum neuen Tourismuskonzept der Region interessant? Wo doch gerade heftig über Rad- und Reitwege diskutiert wird … Fachliche Beratung: Hartwig Kolthof, Amtsvorsteher und Lehrer für Geschichte und Deutsch am Gymnasialen Schulzentrum Wittenburg